Zeitumstellung 2020: Sommerzeit ab Sonntag – Uhren vor- oder zurückstellen?

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  • Sommerzeit beginnt am 29. März 2020
  • Die Uhren werden um 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt
  • Wir “verlieren” eine Stunde
  • Die Winterzeit beginnt am 25. Oktober 2020

Zeitumstellung auf Sommerzeit am 29. März 2020

In diesem Jahr erfolgt die Umstellung auf die Sommerzeit am Sonntag, den 29. März. Um zwei Uhr nachts müssen die Uhren eine Stunde auf drei Uhr vorgestellt werden. Diese Nacht ist also verkürzt – frühs ist es später hell, aber abends wird es dafür später dunkel.

Die nächste Zeitumstellung zur Winterzeit findet am 25. Oktober 2020 statt.

Uhr vor- oder zurückstellen? Mit dieser Eselsbrücke merken Sie es sich

Als Gedankenstütze wird oft dieses Beispiel genutzt: Im Sommer werden die Gartenmöbel vor das Haus auf die Terrasse gestellt, also muss die Uhr vorgestellt werden.

Im Winter stellt man dagegen die Gartenmöbel zurück in den Keller oder in den Schuppen, die Uhr muss ebenso zurückgestellt werden.

Weitere Eselsbrücken:

  • Von Winter in Richtung Sommer – also stellen wir die Uhren vor.
  • Im Sommer gehen die Temperaturen ins Plus – darum drehen wir die Uhren um eine Stunde nach vorne (+1).
  • Im Englischen heißt es: “spring forward, fall back”. Das heißt sowohl “Frühling vorwärts, Herbst zurück” – aber auch: “spring nach vorn, falle zurück”.

Die meisten Uhren stellen sich automatisch um

Die Zeitumstellung am 29. März ist zunächst kein großer Aufwand: Funkuhren und das Fernseh-Gerät stellen sich automatisch um. Doch Achtung bei analogen Uhren: Diese müssen selbstständig umgestellt werden.

Was Sie bei Ihrem Smartphone beachten müssen

Bei Smartphones wird die Umstellung ohne Zutun durchgeführt, vorausgesetzt die entsprechende Funktion ist nicht deaktiviert. Durch folgenden Aktivierungspfad können Sie dies prüfen:

  • iPhone: Einstellungen öffnen, “Allgemein” und danach “Datum & Uhrzeit” auswählen, “Automatisch einstellen” aktivieren
  • Windows Phone: Einstellungen öffnen, „Datum und Uhrzeit“ und danach “Uhrzeit” auswählen, “Automatische Zeitumstellung” aktivieren
  • Android: Einstellungen öffnen, “Datum & Uhrzeit” auswählen, “Autom. Datum/Uhrzeit” aktivieren

Umstellung auf Sommerzeit: Was gegen den Jetlag hilft

Aber die Umstellung bleibt trotzdem nicht ohne Folgen: Einer Studie der Universität Erlangen-Nürnberg zufolge senkt die Uhrenumstellung auf die Sommerzeit vorübergehend sogar die Lebenszufriedenheit.

Der Grund: Zusätzlich zum körperlichen Jetlag fühlten sich die Menschen in ihrer Souveränität im Umgang mit der Zeit beschnitten. In der zweiten Woche nach der Umstellung erreicht die Zufriedenheit demnach wieder ihr ursprüngliches Niveau. Die Zurückstellung im Herbst hat demnach dagegen keine messbaren Auswirkungen.

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Helfen würden flexiblere Arbeitszeiten. Feste Zeiten zwischen 9 und 17 Uhr seien heutzutage nur noch in den wenigsten Branchen nötig, sagt Roenneberg. Eine Änderung hier sei “viel wichtiger als dieser Schnellschuss, ganzjährig die Sommerzeit einzuführen”.

Wie auch immer: Am letzten Sonntag im März werden die Uhren wieder eine Stunde vorgestellt.

Lesen Sie auch: Die Sommerzeit beginnt – Mini-Jetlag nach der Zeitumstellung: Was dagegen hilft

Umfrage: Zeitumstellung belastet besonders Frauen

Die am Wochenende wieder bevorstehende Zeitumstellung geht einer Studie zufolge besonders Frauen auf den Nerv. Zwei Drittel von ihnen können dann entweder abends schlechter einschlafen, nachts schlechter durchschlafen oder haben morgens Probleme beim Aufstehen, wie die Krankenkasse KKH am Mittwoch in Hannover mit Verweis auf eine Forsa-Umfrage mitteilte.

Bei den Männern verspürten nur 42 Prozent solche Effekte. Um sich auf den neuen Rhythmus einzustellen, ließen es 42 Prozent der Umfrageteilnehmer im Osten und 36 Prozent der Befragten im Westen langsam angehen und probierten, ihre Schlafens- und Essenszeiten nach und nach anzupassen.

Verkehrsexperten warnen wegen Zeitumstellung vor Wildunfällen

Angesichts der Zeitumstellung warnt der Automobilclub ADAC vor einer steigenden Gefahr von Wildunfällen. Tiere wie Rehe und Wildschweine richteten sich nicht nach der Uhrzeit, teilte der ADAC Hessen-Thüringen am Montag in Frankfurt mit. Die Umstellung verlängere den Zeitraum, in dem Berufsverkehr und Morgendämmerung zusammenfielen und die Gefahr von Wildunfällen nehme über Nacht rapide zu.

Zeitumstellung – warum gibt es sie überhaupt?

Eigentlich soll Energie gespart werden…

Seit 1996 werden in der Europäischen Union im März und Oktober die Uhren umgestellt. In Deutschland gibt es die Sommerzeit schon seit 1980. Ursprünglich sollte dank einer besseren Ausnutzung des Tageslichts Energie gespart werden.

Tatsächlich gibt es keinen Nachweis, dass durch die Zeitumstellung in relevantem Maß Energie gespart wird. Das Umweltbundesamt etwa argumentiert: “Zwar wird durch die Zeitumstellung im Sommer tatsächlich abends weniger häufig das Licht angeknipst – im Frühjahr und Herbst jedoch wird in den Morgenstunden auch mehr geheizt. Das hebt sich gegenseitig auf.”

Das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag kommt zu dem Schluss, dass sich “bestenfalls nur sehr geringfügige Energieeinsparungen realisieren lassen”. Eine Auswertung von Studien aus verschiedenen Ländern habe 2016 mögliche Veränderungen in den Bereichen Stromverbrauch und Raumwärme von nicht mehr als einem Prozent ergeben.

Auch eine Befragung bei rund 700 Unternehmen und Verbänden der deutschen Energiewirtschaft ergab kein anderes Ergebnis.

 

Lesen Sie mehr dazu:  Faktencheck zur Zeitumstellung: Welche Mythen sind wahr? – Umstellung auf dauerhafte Sommerzeit hätte für Schüler drastische Konsequenzen

Letzte Zeitumstellung 2021? Was dafür noch fehlt

Aber warum wird die Uhr immer noch umgestellt? Die Zeitumstellung soll laut Meinung vieler Europäer abgeschafft werden. Auch das Europaparlament in Straßburg sprach sich mit großer Mehrheit dafür aus, die Zeitumstellung im Jahr 2021 beenden. Die Entscheidung darüber, ob danach die Sommer- oder die Winterzeit gelten soll, sollen nach dem Willen der Abgeordneten die Mitgliedstaaten treffen können.

Damit das Ende des Hin und Hers aber tatsächlich kommen kann, müssen sich die Mitgliedstaaten überhaupt erst einmal auf eine gemeinsame Linie einigen.

Lesen Sie dazu: EU-Parlament stimmt für Ende der Zeitumstellung ab 2021

Der Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit ruft schon seit langem viele Gegner auf den Plan. Schließlich startete die EU-Kommission im vergangenen Jahr eine europaweite Online-Befragung zur Zeitumstellung. Die Resonanz war im Vergleich zu anderen EU-Bürgerkonsultationen riesig. 4,6 Millionen Menschen nahmen teil, allein rund 3 Millionen von ihnen kamen aus Deutschland. Das Ergebnis: 84 Prozent der Teilnehmer forderten die Abschaffung der Zeitumstellung – und das auch in Ländern, in denen das recht drastische Auswirkungen hätte.

Ende der Zeitumstellung sollte schon 2019 kommen

Die EU-Kommission reagierte und schlug vor, bereits 2019 das halbjährliche Drehen an der Uhr abzuschaffen. Doch die zuständigen EU-Verkehrsminister sperrten sich gegen ein so schnelles Ende der Regelung. Frühestens 2021 solle es so weit sein, befanden sie. Sonst drohe ein unübersichtlicher Flickenteppich aus verschiedenen Zeiten in der EU.

Um den gefürchteten Flickenteppich zu vermeiden, schlägt das Europaparlament jetzt einen “Koordinierungsmechanismus” vor, in dem Vertreter von Kommission und Mitgliedstaaten sitzen sollen. Er soll eine möglichst einheitliche Regelung in den Mitgliedstaaten hervorbringen.

Einige sind gegen die Abschaffung der Zeitumstellung

Bedenken gegen den ehrgeizigen Zeitplan der EU-Kommission, die Uhr schon 2019 zum letztem Mal umzustellen, gab es von Anfang an. Oft genannte Probleme waren die Fahrplangestaltung im internationalen Zugverkehr und die Slotvergabe an Flughäfen. Kritikern zufolge wäre mehr Vorlaufzeit nötig gewesen. Auch habe es keinerlei Folgenabschätzung für eine Abschaffung gegeben.

Weil jedes Land dem Kommissionsvorschlag zufolge selbst entscheiden sollte, in welcher Zeitzone es dauerhaft bleiben will, hätte sich bei fehlenden Absprachen zudem eine Vielzahl verschiedener Zeitzonen innerhalb der EU ergeben können. Ein Kompromissvorschlag der österreichischen Ratspräsidentschaft für eine Abschaffung im Jahr 2021, um Absprachen zu ermöglichen, fand aber ebenfalls keine Mehrheit.

Ohne Einigung kann das ganze Vorhaben noch scheitern. Im Laufe der Debatten kristallisierte sich heraus, dass manche EU-Staaten, Portugal etwa, grundsätzlich gegen das Ende der Zeitumstellung sind.

Aus Diplomatenkreisen hieß es zudem, es sei nicht bedacht worden, dass es mit Ende der Zeitumstellung zwangsläufig mehr Zeitzonen in Europa geben werden. Eine große gemeinsame Zeitzone von Spanien bis Polen sei derzeit nur möglich, weil negative Effekte durch den Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit abgefedert würden, hieß es. Abgesehen von abgelegenen Gebieten wie den portugiesischen Azoren im Atlantik oder den französischen Überseegebieten gibt es in der EU aktuell drei Zeitzonen.

Erfahren Sie mehr: Frühestens 2021 – Wann das letzte Stündlein der Zeitumstellung schlägt


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