Zinsen: „Unendlich“ lockere Geldpolitik enteignet Sparer rapide, warnt Experte

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Die Corona-Krise kostet Staaten Milliarden. Allein die Bundesregierung hat einen Nachtragshaushalt von 122,5 Milliarden Euro beschlossen. Am Ende dürfte die Rechnung noch deutlich größer ausfallen, vermutet Bert Flossbach. „Ich würde davon ausgehen, dass die Kosten eher bei 300 bis 400 Milliarden Euro liegen; angesichts des Ausmaßes der Krise gibt es da vermutlich keine Alternative“, sagte der Mitgründer und Vorstand des Vermögensverwalters Flossbach von Storch in einem Interview.

Damit sich Staatshaushalte überhaupt noch finanzieren können, wird die lockere Geldpolitik der Notenbanken laut Flossbach „unendlich fortgesetzt“. Damit werde sich das neue Jahrzehnt noch „schneller und ausgeprägter“ zu einer „Dekade der Finanzrepression“ entwickeln, so Flossbach.

Der Investmentexperte erwartet, dass die steigenden Staatsschulden dauerhaft von den Notenbanken finanziert werden müssen. Zwei der wichtigsten Notenbanken, die US-amerikanische Federal Reserve (Fed) und die Europäische Zentralbank (EZB) seien schon „all in“ gegangen.

Zinsen bleiben dauerhaft niedrig

Zugleich geht Flossbach davon aus, dass die Inflation – seit Jahren unter der gängigen Zielmarke von zwei Prozent Preisauftrieb pro Jahr – durch schrumpfende Kapazitäten und höhere Beschaffungspreise anziehen wird. Für Sparer sei das erneut ein Schlag: „Nullzins minus ein paar Prozent Inflation ergibt negative Realzinsen, die Inhaber von Staatsanleihen und Sparguthaben dürften schneller enteignet werden, als das zu Beginn des Jahres noch absehbar war“, sagt Flossbach.

Daneben bedeute „Finanzrepression“ laut Flossbach aber auch höhere Steuern und ein größerer Einfluss des Staates. Das werde dem Profi zufolge vor allem Immobilienbesitzer treffen. Auch die Vermögensklasse der Aktien wären davon betroffen. Sie könnten aus Sicht von Flossbach unter höheren Unternehmenssteuern und staatlicher Regulierung der Unternehmen leiden

Flossenbach: „Aktien sind die wichtig zur Immunisierung des Vermögens“

Um als Wirtschaftsstandort dennoch attraktiv zu bleiben, werden die Länder dabei aber „nicht überdrehen“. Für Sparer bedeutet das laut Flossbach: „Auch wenn die Turbulenzen an den Märkten noch nicht vorbei sein dürften, sind Aktien die wichtigste Anlageklasse zur Immunisierung eines Vermögens gegen Finanzrepression, gefolgt von Gold.“

Für Flossbach sollten Anleger bei ihrem Portfolio auf folgende Dinge achten, um das Vermögen zu immunisieren: “Das Portfolio sollte klug diversifiziert sein, die einzelnen Titel müssen ein attraktives Verhältnis von Qualität und Wert aufweisen und liquide genug sein, um genügend Handlungsspielraum zu gewähren. Unter Qualität verstehen wir die Höhe und Sicherheit der zukünftigen Zahlungsströme und die Substanz (Solvenz) der Anlage. Der Wert bemisst, wie viel davon noch nicht im Preis enthalten ist. Qualitätsanlagen schlagen langfristig den Durchschnitt – erst recht, wenn sie zu einem attraktiven Preis erworben wurden.”

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Außerdem komme es bei der Aktienauswahl darauf an, auf die Qualität der Bilanz eines Unternehmens zu schauen. „Sie ist in einer tiefen Rezession von besonderer Bedeutung. Selbst vermeintlich sichere Geschäftsmodelle wurden und werden durch den Corona-Lockdown und seine Folgen infrage gestellt; zahlreiche Dividendenausschüttungen, aber auch Mietzahlungen, wurden gestrichen“, erklärt Flossbach.

Der Investmentprofi merkt dabei an, dass sich Anleger hier nicht nur aufs Risiko blicken sollten: „Wer nur auf die Risiken schaut, kann kein Vermögen erhalten, geschweige denn vermehren. Schon gar nicht, wenn noch Steuern und Inflation obendrauf kommen.“ Mit der Alternative riskieren Sparer Flossbach zufolge sogar noch mehr: „Wer vor lauter Angst keinen Mut hat zu investieren, begibt sich in eine gefährliche Sackgasse, an deren Ende ein noch größerer Verlust stehen kann. Millionen von Menschen mussten in Zeiten hoher Inflation zusehen, wie ihre Ersparnisse dahinschmolzen.“

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So kommentierten FOCUS Online-Leser diesen Beitrag:

“Je schneller der (T)Euro scheitert, umso besser für einen vernünftigen Neustart. Ich hoffe sehr die deutschen Wähler honorieren 2021 diese Verschleuderung deutscher Steuergelder an ein siechendes Währungssystems.”

“Die Corona-Pandemie kam wie gerufen. Die Zinspolitik der EZB verhindert schon seit Jahren das Staaten wie Italien, Spanien oder Griechenland pleite gehen. Das Pleitegehen dieser Länder würde gleichzeitig bedeuten, der Euro wäre gescheitert. Als nächstes wird diese ehrenwerte Gesellschaft von Politikern nun die Schuldenunion ausrufen. Das heißt nichts anderes, als dass unsere Ur-Urenkel schon mit pro Kopf Schulden geboren werden. Italiener und Griechen werden weiterhin früh und mit tollen Renten in den Ruhestand gehen, dafür arbeitet der Deutsche Michel bis er tot aus den Schuhen fällt. Die Corona-Lüge gibt Deutschland nun den Rest!”

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