Zusammenhang zwischen BTC-Kurs und Skalierung

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Der Redaktionsleiter des US-Wirtschaftsforschungsinstituts American Institute for Economic Research Jeffrey Tucker hat die seit langem andauernde Debatte über die Skalierung von Bitcoin heute mit einem Tweet neu entfacht.

Der Wirtschaftswissenschaftler ist seit langem schon ein Befürworter von Bitcoin (BTC). Er erklärte, der aktuelle Kurs sei viel niedriger, als er sein sollte, weil die zugrunde liegende Technologie nicht “richtig skaliert” wurde.

Am 31. März twitterte Tucker:

Der Tweet führt die Kommentare weiter, die Tucker Anfang des Monats während einer Podiumsdiskussion mit dem bekannten Bitcoin-Skeptiker Peter Schiff bei RT gemacht hat. Bei der Diskussion sagte er, es sei zu viel Zeit auf dieses “lächerliche Skalierungsproblem” verschwendet worden. Das habe letztlich eine Annahme durch den Mainstream verhindert:

“Die Annahme ist nicht weit genug gegangen. Daher wird er nicht so von den Leuten verwendet, wie es hätte sein können und sein sollen, wenn er skalierbar gewesen wäre. Jetzt sehen wir, was passiert, weil Bitcoin nicht richtig skaliert wurde.” 

Tucker sagte, Bitcoin sei dafür konzipiert worden, in Zeiten wie der aktuellen Finanzkrise zu gedeihen. Er erklärte, der Grund dafür, dass dem nicht so ist, sei das Skalierungsproblem:

“Bitcoin wurde erfunden, um in Zeiten wie diesen als sicherer Hafen zu fungieren. Warum ist Bitcoin also nicht ein solcher sicherer Hafen? Schließlich wurde er dafür entwickelt und diente auch jahrelang als ein solcher.

Kommentare von Vitalik Buterin und Blockstream

Das Problem der BTC-Skalierung ist eines der meistdiskutierten Themen im Bereich Kryptowährung. Das Basisschicht-Netzwerk ist nicht in der Lage, Transaktionen schnell genug zu verarbeiten, um eine weitläufige Masseneinführung als Währung zu ermöglichen. Die Debatte über die Steigerung der Blockgröße als Lösung führte schließlich zu den Forks von Bitcoin Cash (BCH) und Bitcoin SV (BSV). Bitcoin selbst übernahm die Zweitschicht-Lösung Lightning Network, um die Skalierung zu verbessern. 

Tuckers Tweet vom 31. März löste eine Debatte unter prominenten Krypto-Leuten auf Twitter aus. Der Ethereum (ETH)-Mitbegründer Vitalik Buterin rief den Ökonomen dazu auf, sich Ethereum 2.0 anzusehen, das noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll. Er erklärte, das Netzwerk werde “eine hohe Skalierbarkeit haben, aber ohne die Zentralisierung, die lediglich auf der Steigerung der Blockgröße beruht”.

Adam Back, der CEO des Bitcoin-Entwicklungsunternehmens Blockstream, und der CSO Samson Mow witzelten über diesen Kommentar. Sie lachten darüber und posteten einen Emoji, der vor Lachen weint.

Skalierung hat nichts mit dem Kurs zu tun

Der Chain-Analytiker Willy Woo erklärte, dass die Skalierung nichts mit dem Kurs oder der Marktkapitalisierung zu tun habe. Er nannte dabei Gold als Beispiel:

“Gold liegt bei 9 Bio. US.Dollar. Wie viele Transaktionen pro Sekunde macht Gold? Ich meine den Transport des Basiswerts zwischen den Tresoren. Das ist die BTC-Main-Chain. Die Swaps, die wir bei ETFs und Derivaten durchführen, sind die zweite Schicht bei Gold. Das lässt sich skalieren. Und so wird das auch bei der zweiten Schicht bei BTC funktionieren.”

Der Gründer von Bitcoin Advisory Pierre Rochard sagte, der Kurs würde auf demselben Niveau liegen. Die Skalierung sei nicht der Grund, warum es mit der Akzeptanz klappe.

Der Bitcoin-Befürworter Vijay Boyapati argumentierte, es sei nicht notwendig, sich einen “richtig skalierten” Bitcoin vorzustellen, da das Bitcoin Cash sei: “Der Kurs würde bei 200 US-Dollar liegen; also wie der Kurs von BCash. Der Markt ignoriert eine “richtige Skalierung” und schätzt die Unveränderlichkeit sehr.”

Der Investor und Autor Tuur Demeester sagte, Tuckers Tweet habe ihn verärgert: “Wenn Sie sich schon so lange mit Bitcoin beschäftigen, sollten Sie es, finde ich, besser wissen. Bitcoin ist sehr gut skaliert.”

Tucker forderte die Leute daraufhin heraus: “Dann diskutieren wir nicht Twitter auf Twitter und reden irgendwann wie Gentlemen darüber.”




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