Zwei Jahre und neun Monate Haft für ″Welt″-Reporter Deniz Yücel | Aktuell Europa | DW

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Ein Gericht in Istanbul hat den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel wegen Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK zu mehr als zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Vom Vorwurf der Volksverhetzung und der Propaganda für die Gülen-Bewegung sei Yücel freigesprochen worden, sagte sein Anwalt, Veysel Ok, der Deutschen Presse-Agentur.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte den Journalisten der Tageszeitung “Die Welt” schon im Vorfeld als “Agenten-Terroristen” bezeichnet. Die Bundesregierung sah die gegen Yücel erhobenen Anschuldigungen stets als politisch motiviert an. Der Fall hatte daher zu erheblichen diplomatischen Spannungen zwischen Deutschland und der Türkei geführt. 

Yücel arbeitete als Auslandskorrespondent in der Türkei, als er 2017 wegen seiner Artikel festgenommen wurde. Zwischen Februar 2017 und Februar 2018 saß er ohne Anklageschrift in der Türkei im Gefängnis. Mit seiner Entlassung und Ausreise aus der Türkei nach Deutschland wurde Anklage erhoben. Prozessauftakt war in Abwesenheit des Journalisten im Juni 2018.

Im vergangenen Jahr wurde die Haftzeit Yücels vom türkischen Verfassungsgericht für rechtswidrig erklärt. Dennoch forderte die Staatsanwaltschaft in dem Verfahren vor dem Istanbuler Schwurgericht mehr als 15 Jahre Haft. 

se/sti (dpa, afp)



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